FANDOM


Dieser Artikel ist ein Stub. Du kannst Medienbildung - Audiovisuelle Kultur und Kommunikation Wiki helfen, indem du ihn erweiterst.

Unterschied Reflexion und InvolvementBearbeiten

Marotzki und Jörissen führen in "Medienbildung - Eine Einführung "[1] die Filme "Schindlers Liste" (Spielberg 1993) und "Der Pianist" (Polanski 2002) als Beispiele für Filme mit hohem Involvement an. Ebenfalls als Beispiel dienen "Hotel Ruanda" (George 2004), welcher den Völkermord am Stamm der Tutsi thematisiert, sowie "The Killing Fields - Schreiendes Land" (Joffé 1984). "Ihnen ist gemeinsam, dass sie Vergangenheit thematisieren, indem sie bewusst die Macht der Bilder und der Audiovisualität aufbieten, um den Zuschauer mitzureißen und ihn betroffen zu machen (hohes Involvement). Die Vergangenheit wird also gleichsam nahe gebracht; der Zuschauer wird emotional hineingezogen, dadurch in eine Betroffenheitsposition (hohes Involvement) gebracht, aber eben nicht in eine Reflexionsposition" (Jörissen Marotzki 2009: 43f[1]). Als Beispiel für einen Film, der den Betrachter versucht in eine Reflexionsposition zu bringt wird "Ararat" (2002) von Atom Egoyan aufgeführt, der den Völkermord an dem armenischen Volk in den Jahren 1915 bis 1920 thematisiert. Im Buch findet sich zu diesem Film eine detaillierte neoformalistische Filmanalyse (nach Bordwell und Thompson).

QuerverweiseBearbeiten

"Die Grundannahme handlungsorientierter Medienpädagogik , dass Medien den Subjek- ten nicht nur zur Rezeption gegenüberstehen, sondern von diesen selbst im gesellschaftli- chen Kontext zur Artikulation genutzt werden, dass also Rezipienten zu Produzenten werden, nimmt Bezug auf Theorien, die in den 20er und 60er Jahren des 20. Jahrhun- derts entwickelt wurden. Da sind insbesondere die Film- und Kulturtheorie der Sowjet- russen Vertov (1973) und Tretjakov (1972) zu nennen, die Anfang der 20er Jahre zu dem Versuch führten, Menschen durch die Kamera hindurch zur Beobachtung und Reflexion ihres Alltagshandelns anzuregen, und sie so zur aktiven Mitgestaltung der Gesellschaft zu bewegen"(Schorb 2008: 77 [2]).

QuellenBearbeiten

  1. 1,0 1,1 Benjamin Jörissen, Winfried Marotzki: Medienbildung - Eine Einführung. Theorie - Methoden - Analysen. UTB FÜR WISSENSCHAFT (Stuttgart) 2009. 260 Seiten. ISBN 978-3-8252-3189-7
  2. Schorb, B., 2008. Handlungsorientierte Medienpädagogik. In Handbuch Medienpädagogik. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, pp. 75–86. Available at: http://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-531-91158-8_8#

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki